Am letzten Mittwoch waren alle vierten Klassen unserer Schule bei den Waldjugendspielen im Leistruper Wald. Die Förster hatten neun Stationen aufgebaut, die sie betreuten und die wir bearbeiten konnten. Ich, Lisa, war auch dabei und fand es super toll. Am besten hat mir die Station 9 gefallen. Der Förster war richtig witzig, er hatte einen Hund namens Snoopy und eine Assistentin dabei. Zuerst hat er uns einiges zum Fuchs gefragt, wir kannten uns ganz gut aus. Er hat uns erklärt, dass wenige Füchse sehr, sehr viele Mäuse fressen. Die Mäuse müssen sich nah an ihrem Mauseloch aufhalten, damit sie entkommen können. Füchse können sich nämlich gut anpirschen. Anschließend sind wir Snoopys Besitzer zu einem Holzbrett gefolgt. Dort war ein Schlauch befestigt, aus dem Erbsen herauskullerten. Mit einem Holzhammer sollte jeder von uns Erbsen erwischen. Manche haben eine erwischt, aber manche auch nicht. Anschließend sollten wir aus einer verschlossenen Kiste blind eine Maus herausgreifen. 16 Kinder haben sich sofort getraut, ich erst nach einer Weile. Um der Maus den Schrecken zu nehmen, mussten die Kinder mit der Maus in der verschlossenen Hand zur Assistentin rennen. Als ich dran war, merkte ich, dass das gar keine echte Maus war, sondern nur eine weiße Gummi-Ess-Maus. Ich, Sofie, fand Station 1 super gut. Wir mussten Baumstämme von einem Holzstapel zum anderen tragen. Wir haben gelernt, dass die einzelnen Holzstangen eng aber versetzt liegen müssen. Ich, Fiona, finde, dass wir ganz schön schnell waren. Vor allen Dingen aber haben wir im Team gearbeitet und darauf aufgepasst, dass sich keiner weh getan hat.
Zu einer anderen Station mussten wir etwas laufen, dafür war sie aber auch besonders toll: Wir konnten mit Hilfe eines Bestimmungsschlüssels Baumarten herausfinden. Eine war zum Beispiel die Rotbuche. Die Lärche eignet sich nicht als Weihnachtsbaum, weil sie im Winter die Nadeln verliert. Früher holten sich die Menschen eine Stechpalme ins Haus, heute werden oft Fichten als Weihnachtsbäume geschlagen.
Bei Station 3 mussten wir herausfinden, welche Holzart weicher ist? Was glaubst du? Eiche oder Fichte. Wir haben es selbst ausprobiert, indem jeder einen Nagel in einen Eichenklotz und einen Fichtenstumpf geschlagen haben. Jetzt wissen wir, dass Fichtenholz weicher ist. An der gleichen Station haben wir mit dem netten Förster darüber gesprochen, welche Produkte aus Holz gefertigt werden. Uns ist ganz schön viel eingefallen.
Station 4 wurde von Herrn Kaiser erklärt. Der kannte sehr viele Fachbegriffe. Wir haben herausgefunden, wie das Alter der Bäume bestimmt werden kann. Dazu haben wir eine gefällte Fichte untersucht. Wir können jetzt das Längenwachstum bestimmen, indem wir die auf einer Linie nach oben liegenden Astquirle zählen. Das geht bei einem liegenden Baum natürlich leichter als bei einem stehenden Baum. Wir haben auch die Jahresringe gezählt. Die Fichte musste ungefähr 75 Jahre alt sein. Wenn du das Baumalter bestimmen möchtest, musst du auf folgendes achten: Wenn du den Stamm weiter oben abschneidest, erhältst du weniger Jahresringe, d.h. der Baumstamm ist oben natürlich jünger als unten.
Wir haben auch Neuigkeiten über die Tiere des Waldes gelernt. An einer Station mussten wir gruppenweise Tiere suchen. Sie sahen echt aus, waren aber ausgestopft. Es gab einen Fuchs, einen Igel, einen Waschbär, einen Frischling und einen Baummarder aufzuspüren. Der Igel darf natürlich nicht gejagt werden. Er steht unter Naturschutz. Der Baummarder räubert gern die Nester der Vögel aus und frisst Eier. Seine Leibspeise sind Eichhörnchen. Frischlinge sind die Babys der Wildschweine. Wildschweine sind Allesfresser, sie können im Wald und auf den Feldern großen Schaden anrichten. Damit sich von einer Sorte nicht zu viele Tiere vermehren (z.B. Füchse) erlegt der Jäger einzelne Tiere in seinem Revier.
Bei der letzten Station haben wir uns in zwei Teilgruppen aufgeteilt. Ich (Thomas) habe Neuigkeiten über die Schutzkleidung eines Forstwirtes erfahren. Es gibt Schutzhosen mit ganz besonders festen Kunstfasern. Schneidest du dich mit der Motorsäge in die Hose, dann stoppen diese Fasern das Sägeblatt innerhalb einer 10tel-Sekunde. Niklas durfte den Helm ausprobieren. An der Station erklärte uns der Förster noch das Fällbeil und den Fällkeil. Weißt du, was ein Nummerierhammer ist und wofür er gebraucht wird? Wir wissen es jetzt auf jeden Fall!!! In der Zwischenzeit war die andere Teilgruppe in einer neu angepflanzten Eichenschonung. Die Birken haben sich dort alleine angesiedelt. Damit sich die Rehe und Hirsche nicht über die jungen Eichenpflanzen hermachen, wird das Gebiet durch einen Zaun geschützt. Ich (Fiona) habe an dieser Station neu gelernt, dass Hornissen eigentlich gar nicht so gefährlich sind. Ihr Gift ist weniger gefährlich als das der Wespe. Es tut zwar mehr weh, wenn dich eine Hornisse sticht, das liegt aber an dem größeren Stachel.
Schade, dass dieser tolle Waldtag so schnell vorbei ging. Bestimmt werden wir nach einmal auf eigene Faust in den Leistruper Wald fahren. Dort gibt es nämlich noch ganz vieles zu entdecken.
Uns allen hat der Tag viel Spaß gemacht und ich (Florian) bedanke mich im Namen aller Kinder und Lehrerinnen bei den Forstwirten für ihren tollen Einsatz!!!